Die Sklavenauktion Teil I

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Was für ein brachialer Titel. Aber er war wohl extra so gewählt um jegliche Missverständnisse auszuschließen. Mein Partner und ich waren schon einige Monate zusammen in der Welt des BDSM unterwegs, als ich auf diese Veranstaltung stieß. Es klang alles sehr aufregend, strikte Regeln, hart durchgreifende Wächter und eben die Auktion.

Wir packten also am Wochenende unsere Sachen und fuhren nach Hamburg. Dort angekommen nahm ich ein ausgiebiges Bad, läutete den Abend mit Sekt ein und kam langsam in Stimmung. Ich war sehr nervös, freute mich aber auch auf das was mir bevorstand. In der Location angekommen wurden wir gleich zu Beginn getrennt, meinen Profilbogen hatte ich fest in der Hand. H. und ich hatten ihn vorher zusammen ausgefüllt, prinzipiell war aber alles erlaubt. Alle Subs, männlich wie weiblich wurden in eine große Halle verbracht, in der eine meterlange Tafel stand. Die Wächter befahlen uns auf den Tisch zu steigen und uns ansprechend zu positionieren, den Profilbogen gut sichtbar in der Nähe.

Ich stellte mich mich leicht gespreizten Beinen und geradem Rücken auf den Tisch, den Blick fest auf das Holz zu meinen Füßen gerichtet. So standen wir einige Minuten, bis die Tore für die Herren geöffnet wurden. Die im Raum herrschende Stille wurde durch gut gelauntes Gemurmel durchbrochen. Die Herren, teilweise in weiblicher Begleitung schauten sich das zu versteigernde Material an. Die Beschauung sollte 15 Minuten dauern und ich habe es tatsächlich geschafft nicht einmal meinen Blick zu heben. Im Gegenteil, ich war ganz in mir.

Einige Herren versuchten meine Aufmerksamkeit zu erwecken, nahmen meinen Neigungsbogen in die Hand und lasen laut daraus vor. Sie stellten rhetorische Fragen, ich reagierte jedoch nicht. Im Raum ging es geschäftig zu, es war voll, die Menge schob sich in dem schmalen Gang um die Tafel. Es erfolgte eine Durchsage, die Beschauung sei zu Ende, die Auktion würde in wenigen Minuten starten.

Die Herren verließen den Saal und wir wurden einzeln eingesammelt und am Halsband in einen Warteraum verbracht. Die erste Sub wurde ausgewählt und auf die Bühne verbracht, ich lauschte angestrengt dem Treiben. Der Auktionator las den Neigungsbogen vor, die Sub sollte sich dann von allen Seiten präsentieren, es wurde etwas Musik eingespielt und sie sollte sich bewegen. Das gefiel mir gar nicht. Ich bin zu stolz um wie ein dressiertes Äffchen auf der Bühne zu tanzen, aber nun war es zu spät. Eine Sub nach der anderen wurde ausgewählt und nach draußen gebracht. Der Wächter kam wieder in den Warteraum, überschaute alle Sklaven und ging dann zielstrebig auf mich zu.

Der Moment war gekommen.

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