Abendliche Gedanken

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Ich bin eine „O“, so überzeugt ich es nur sein kann. Mein Leben wäre nicht vollständig, würde dieser Aspekt fehlen. So hinterfragt man hin und wieder seine Psyche und kann zur Annahme kommen, dass eben selbige etwas kränkelt oder ihr gar etwas fehlt.

Die einem Mann gegenüber empfundene Liebe ist nur dann in ihrer Vollkommenheit präsent, wenn ihr ein tiefer Schmerz vorhergeht. Ist das ein Mangel? Vielleicht ist dem so. Aber wäre es nicht ein viel schlimmeres Schicksal, wenn man sich dessen nicht einmal bewusst wäre und somit gar nicht in der Lage wäre solche Emotionalität zu empfinden?

Manchmal wünsche auch ich mir, ich wäre normal. Frei von Zweifeln, redundant, frei des Hinterfragens. Sich in die Gesellschaft fügen, in seine Rolle und damit glücklich sein. Doch das ist nicht mein Schicksal.

Mein Ziel ist divergent, omnipräsent und diffus. Es ist fast vermessen es überhaupt als solches zu bezeichnen. Viel mehr ist es eine nebulöse Imagination.

 

Ich möchte den Menschen finden, an dessen Seite ich ohne Worte bin.

Verzicht, Angst, Trauer, Schmerz.

Mit dir ergibt alles Sinn

Ich möchte den Menschen finden, der an meiner Seite ohne Worte ist.

Wärme, Liebe, Ruhe, Herz.

Wir finden den Frieden darin.

 

Lange habe ich gesucht und es erscheint mir als sei ich dieses Mal fündig geworden. Und ich hoffe, dass mich nicht nur die Hoffnung zu dieser Erwägung verleitet. Es ist das Gefühl des gegenseitigen Verstehens ohne Worte. Der Einheit der Gedanken. Das Vermissen. Es ist Liebe. Liebe und Schmerz, untrennbar miteinander verbunden.

 

 

 

11 Antworten auf „Abendliche Gedanken“

  1. „Manchmal wünsche auch ich mir, ich wäre normal. Frei von Zweifeln, redundant, frei des Hinterfragens. Sich in die Gesellschaft fügen, in seine Rolle und damit glücklich sein. Doch das ist nicht mein Schicksal…“ ach quatsch 🙂 das ist normal… seelig sind die Dummen, die all das nicht empfinden und ihr Leben von A-Z ohne Höhen und Tiefen leben, leider bist du dazu zu intelligent 😉 liebe Grüsse

  2. Was ist schon „normal“? Und frei von Zweifeln ist ja auch so gut wie niemand. Ich finde, wir sollten nicht immer so streng mit uns selber sein.

    Hut ab, dass du uns an so intimen Gedanken teilhaben lässt.
    Das Gefühl, dass man ohne Worte verstanden wird, ist wunderschön.
    Genieße es!

    Alles Liebe
    Julie von julie-en-voyage.com

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