Ein Date mit schwarzen Kontaktlinsen

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Ich möchte euch heute von einem meiner extremsten Dates erzählen, das ich je hatte. Seit einigen Tagen schrieb ich mit Mr.Grey im Joy, er lud mich von Berlin nach München ein. Wir hatten ein paar Mal telefoniert, er war sehr streng, klang aber vertrauenswürdig.

Er hatte für das erste Date klare Angaben. Er würde sein Auto in der Nähe des Bahnhofs parken, es sei offen. Ich solle mich setzen, im Handschuhfach seien schwarze Kontaktlinsen, die mich fast vollständig blind machen sollten.

Das klang sehr unvernünftig. Aber es machte mich auch neugierig.

Ich fuhr also mit dem Bus nach München, stieg aus und die Suche nach seinem Auto begann (meine Orientierung ist nicht vorhanden). Es war schon recht dunkel, was das Ganze nicht erleichterte. Nach einigem Suchen hatte ich den Wagen gefunden, er war offen. Ich kletterte nervös auf den Beifahrersitz, öffnete das Handschuhfach und wie besprochen war alles da. Mit den Kontaktlinsen gab es keine Probleme, ich trage auch im Alltag welche, also waren sie schnell eingesetzt.

Ich sah tatsächlich nichts mehr, nahm nur noch am Rande leichte Helligkeitsunterschiede wahr. Nun saß ich da und wartete. Minute für Minute verging. Plötzlich hörte ich wie Jemand die Autotür öffnete. Er setzte sich und ich spürte wie er mich musterte. Nach gefühlten Stunden stieg er aus und kam auf die Beifahrerseite um mir aus de Wagen zu helfen. Es war mittlerweile dunkel und kalt, es war Winter. Dann lief er mit mir los. Mir blieb nicht viel außer ihm zu folgen. Bei Stufen und Absätzen stoppte er mich un half mir. Anfangs noch sehr zögernd, lief ich nach einigen Minuten sicher an seiner Seite.

Ich vertraute ihm, was blieb mir auch anderes übrig. Es war sehr spät, sodass in München kaum noch was geöffnet hatte. Wir landeten bei McD, er brachte mich eine steile Treppe hinauf und ließ mich dann dort am Tisch sitzen. Es war ein krasses Gefühl, ich saß dort, um mich herum lauter Menschen und sah nichts. Und sie sahen nicht, dass ich nichts sehen konnte. Also wartete ich dort, die Zeit zog sich, ich wurde unsicher. Kurz bevor die Zweifel zu groß wurden, kam er zurück. Ich aß eine Kleinigkeit, das ging auch ohne Augenlicht besser als erwartet. Wir verließen das Restaurant und liefen weiter durch die sehr stille Münchener Innenstadt, wir unterhielten uns zwischendurch seicht und ich hielt mich an seinem Arm fest. Irgendwann waren wir wohl wieder am Auto, er setzte mich hinein und fuhr los. Nach circa 30 Minuten stoppte er den Wagen, half mir wieder heraus und sagte mir, dass wir jetzt an seinem Haus angekommen seien. Er öffnete die Tür, zog seine Jacke aus und setzte sich auf eine Couch, mich platzierte er im stehen vor sich. Er küsste mich und sagte mir, dass es jetzt an der Zeit sei, die Linsen rauszunehmen. Er brachte mich ins Bad und schloss die Tür, ich entfernte die Kontaktlinsen und ging zurück ins Wohnzimmer… (Fortsetzung folgt)

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