Das Erste Mal zu Viert…

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Der nachfolgende Text wurde bereits 2013 verfasst. Es ist für mich selbst rückblickend interessant, wie sehr mich dieser erste Abend in einer Viererkonstellation bewegt hat. Die Namen sind verändert und auch der benannte Herr ist nicht mehr an meiner Seite.

Erste Erlebnisse mit einem anderen Paar…

Schon mehr als ein Tag ist vergangen und meine Gedanken kreisen immerwährend nur um ein Thema. Mir ist bewusst, dass die Erinnerungen verblassen werden, auch deshalb erscheint es mir wichtig sie zu Papier zu bringen. Vor etwa 2 Wochen bereitete mein Herr mich darauf vor ein anderes Paar für einige gemeinsame Stunden zu treffen. Zunächst war ich von der Idee sehr angetan, je näher die Zusammenkunft allerdings rückte, je nachdenklicher wurde ich. Ich fragte mich, ob wir da nicht einen Tabubruch täten und wie sich derselbe auswirken würde. Meinen Herren und mich verbindet ein sehr enges Band, was wenn dieses gefährdet würde? Was ist mit Eifersucht?

Ich teilte meinem Herren meine Gedanken mit und er wusste mich zu beruhigen. Wir fuhren also am verabredeten Zeitpunkt zum verabredeten Ort. Unruhe und Aufregung, aber auch aufkeimende Ungeduld ließen die Stunden bis zum Treffen ewig erscheinen. Ich begab mich in die von den Herren besprochene Montur, weißes Hemd, schwarzer Rock, Heels, Strümpfe, keine Unterwäsche. Ich schminkte mich und kurze Zeit später klingelte es. Da waren sie Beide, von Beginn an überaus sympathisch, offen und gut aussehend. Alle setzten sich zunächst und bald ergab sich eine gute Unterhaltung. Ich war erst äußerst unsicher, wusste nicht, ob es mir erlaubt war den anderen Dom anzusehen, meinen Dom dürfte ich nicht ansehen, also wohin mit dem Blick?! Hin und wieder fiel er auf die andere Sub. Gut sah sie aus – lächelnd, aber in geübt devoter Haltung. Nach einer Weile wurde es den Herren wohl etwas zu langweilig und sie baten uns darum zunächst die Blusen auszuziehen. Dies fiel mir erheblich leichter als erwartet. Es folgte eine kurze Vorführung, anschließend wurden wir in den Keller in zwei getrennte Käfige verbracht. Wir konnten uns einander nicht sehen. Die Herren verließen den Raum und wir beide begannen uns zu unterhalten. Kurz darauf wurden wir wieder nach oben geholt und in einen anderen Raum verbracht. Mein Dom kettete uns an den Halsbändern aneinander. Nun sollten wir auch die Röcke ausziehen. Immer noch fühlte ich mich gut. Mein Herr verließ kurz den Raum und da war sie wieder – die Ungeduld. Da es mir durch die Verbindung zu L. nicht möglich war an meinem Halsband zu zerren, begann ich unruhig auf der Stelle zu treten. Der anwesende Dom akzeptierte dies, Rücksicht nehmend auf die noch sehr am Anfang befindliche Ausbildung. Doch meine Leidensgenossin ergriff meine Hand und dies beruhigte mich schlagartig. L. war eine Sub, die ihr Handwerk beherrscht, alle Positionen sitzen und der Blick ist stets abwärts gerichtet. Unsere Herren ließen uns zunächst miteinander spielen. Da ich zu dem Zeitpunkt noch nie eine Frau auf diese Weise berührt hatte, war ich zunächst unsicher, sollte dann aber bald feststellen, wie viel Genuss man daraus ziehen kann und wie wenig befremdlich es ist. Zwischendurch übergab mich mein Herr dem anderen Dom, damit er sich ein Bild verschaffen konnte. Auch diese Berührungen waren durchweg positiv, ich verspürte keinerlei Ablehnung. Nichts von dem was mir Angst machte, bewahrheitete sich. Jeder wusste zu wem er gehörte und trotzdem waren alle ein Gewinn füreinander.

Der Abend endete relativ abrupt, führte sich aber am nächsten Morgen nach einem gemeinsamen Frühstück fort. Ich sollte zunächst mir und dann L. mit einem Massagestab einen Orgasmus verschaffen. Dies gelang auch sehr gut. Wir durften uns kurz ausruhen und sollten uns dann zu unseren Herren begeben. Mein Dom griff mir zwischen die Beine, gerade eben noch gekommen, weckte dieses Verhalten in mir meinen guten Freund- den Widerstand. Wie in den meisten Fällen ging mein Herr souverän damit um und stellte mich nochmals G. zur Musterung zur Verfügung. Dieser berührte mich und richtete meinen Fuß, der wohl nicht ganz gerade stand. Natürlich übergab auch G. seine Sub meinem Herren.

Ich ärgere mich fast über meinen mangelnden Mut vor dem Treffen. Ich habe für mich viel dazugelernt, mir ist aber auch bewusst geworden, wie viel ich noch lernen muss. Mein Herr hat teilweise schon genug damit zu tun mich überhaupt irgendwie in den Griff zu kriegen, wenn der Stolz meinerseits mal wieder Überhand nimmt. L. zeigte keinen sichtbaren Widerstand, sie ist erheblich weiter als ich es bin, ich bewundere, wie sehr sie sich im Griff hat. Ich hoffe wirklich, das war nicht das letzte Treffen dieser Art, meine Begierde ist geweckt und die Scheu vor Fremdem(n) ist mir genommen. Ich möchte eine bessere Sub werden. Ich danke meinem Herren, G. und L. für diese eingehende Erfahrung und die vorhergehende Planung.

3 Antworten auf „Das Erste Mal zu Viert…“

  1. Ein sehr schöner Artikel. Interessant wäre zu wissen, wie du diesen Abend rückblickend bewertest. Bist du immer noch der Meinung, dass L eine viel weiter ausgebildete Sub war oder einfach vom Typ her anders als du?

    1. Du stellst die richtigen Fragen. Mittlerweile weiß ich, dass L so war, weil sie ihrem Herren verfallen war. Sie wehrte sich nie, ertrug alles. Aber sie machte das alles nur aus Liebe zu ihrem Herren, nicht aus Liebe zu sich selbst. Ich frage mich manchmal was aus den Beiden geworden ist.

      1. Das hört sich nach einem starken Abhängigkeitsverhältnis an.
        Ohne schon die weitere Geschichte zu kennen, gehe ich davon aus, dass deine Entwicklung eine andere Richtung eingeschlagen hat. Es bleibt spannend.

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