Locations

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Ich möchte euch hier die mir bekannten Locations auflisten. darunter BDSM-aber auch Swingerclubs. Was Swingerclubs hier zu suchen haben? Dazu später mehr.

Catonium-Hamburg

Das Catonium ist zunächst erstmal beeindrucken groß. Ich habe mich bei den ersten Besuchen immer mal wieder verlaufen. Es gibt verschieden Räumlichkeiten, eine große Tanzfläche, die gothische Halle-die wirklich eine Halle ist, ausgestattet mit Andreaskreuz, Thron, Deckenkarabinern, Böcken, einem großen Tisch mit Befestigungmöglichkeiten und vielem mehr.

Auf der Tanzfläche läuft für mich tanzbare Musik-eher elektronisch, aber nicht zu sehr. Im hinteren Bereich der Tanzfläche ist eine Bühne, auch hier kann Subbi befestigt werden. Neben der Tanzfläche ist auch eine LoungeEcke, wo man gemütlich sitzen kann. Es gibt Umkleideräume mit abschließbaren Schränken.

Es gibt dazu ein paar kleinere Räume, teils mit Betten, Folterwerkzeugen, einer Liebesschaukel-was man halt für einen gelungenen Abend braucht.

Im Catonium gibt es sehr vielfältige Veranstaltungen für unterschiedlichstes Publikum. Von Swinger-zu Hedonistenabenden, aber auch sehr BDSM-lastige VEranstaltungen wie die SSO-die Strict Subordination. Es ist eine meiner Lieblingsveranstaltungen, da sie von sehr klaren Regeln bestimmt wird. Das Catonium verfügt über ein paar wirklich respekteinflößende Wächter, die diese Regeln strengstens kontrollieren und nur auf Fehltritte warten. Und mit respekteinflößend meine ich nicht irgendwelche 2 Meter großen Bodybuilder. Die Leute die dort arbeiten sind Urgesteine. Sie kontrollieren gewissenhaft, nicht aus Spaß oder Lustgewinn (sicher auch, aber nicht vordergründig). Sondern viel mehr um einer Sub einen Abend zu sichern, der ihr einen sicheren, kontrollierten Rahmen innerhalb ihrer Rolle gibt. Über die SSO werde ich nochmal ausführlich berichten, ein fertig geschriebener Bericht aus 2013, meinem ersten Abend dort, liegt vor.

Im Catonium selbst kann man Zimmer anmieten. Solltet ihr euch für eine bekanntere Veranstaltung interessieren, empfiehlt es sich, diese früh genug zu reservieren. Die Zimmer sind ordentlich, nichts Besonderes, aber es ist alles da was man braucht. Gerade wenn man nicht in Hamburg wohnhaft ist, ist es doch die bessere Variante des nachts nur noch eine Treppe hochzusteigen, als quer durch die Stadt ins Hotel zu fahren. Das Catonium liegt in einem der Außenbezirke von Hamburg in einem Industrie/Wohngebiet, Hotels im näheren Umkreis gibt es kaum.

Solltet ihr gerade eh in Hamburg sein, möchte ich gleich zur nächsten Location überleiten:

Jugenstilvilla-Mölln

Diese Location ist keine typische Eventlocation. Klar kann man hier auch Parties veranstalten, diese finden aber eher im privaten Rahmen statt. Ich habe die Jugendstilvilla mit meinem damaligen Herren für uns angemietet (plus ein Paar). Um Fotos zu machen und das Wochenende zu genießen. Die Location steht ihrem Namen in nichts nach. Es gibt wundervolle alte Bilder und Möbel. Aber auch alles für BDSM-Andreaskreuz, Böcke, Käfige auch ein Gyn-Zimmer.

Ich empfinde die Jugendstilvilla für ein Paarwochenende sehr schön, man kommt mal raus, hat jede Menge Spielmöglichkeiten in einer wirklich schönen Gegend. Das riesige Himmelbett, der Salon, all das lädt zum verweilen ein.

Auch wenn man mal einen schönen Abend mit einem oder mehreren Paaren verbringen möchte ist die Jugendstilvilla überaus geeignet. Dazu kommt, dass die Übernachtungspreise im Vergleich zu anderen Locations wirklich moderat sind.

 

Schauen wir uns nun in und um Berlin um:

 

Darkside Berlin

Das Darkside ist die BDSm Location schlechthin in Berlin. Leider ist sie, wie viele andere BDSM Clubs in Berlin mittlerweile geschloßen. Ich habe dort viele Abende verbracht. viele Parties im BDSM-Kontext besucht. Man war hier unter sich. Trotzdem gaben andere Doms durchaus Acht aufeinander, wenn mal einer aus der Reihe tanzte. Es bringt jetzt wenig über die alten Zeiten zu philosophieren, trotzdem möchte ich dieses Berliner Urgestein nicht unerwähnt lassen. Ich hoffe innigst, dass es irgendwann wieder öffnet.

 

KitKat Club Berlin

Auch Kitty genannt ist ein Fetischclub, in dem auch immer mal wieder BDSM-lastige Veranstaltungen stattfinden. Ich persönlich mag das Kitty nicht, das liegt aber primär daran, wie ich BDSM lebe. Das Kitty ist laut, bunt und elektronisch. Der Anteil schöner Menschen ist genauso hoch, wie der Anteil derer die irgendwelche Drogen genommen haben. Im Kitty ist ein Pool, es gibt einige Betten. Aber nichts läge mir ferner als in dieser Atmosphäre Sex zu haben. Es ist zu später Stunde voll mit Touristen, die mal richtig Gas geben wollen oder am Türsteher scheitern, der auf die Hose zeigt und „ausziehen“ brummt. Alles in allem für mich kein empfehlenswerter Club. Gut geeignet allerdings für Menschen die noch gar nichts mit der Fetischszene zu tun hatten um sich das Ganze mal ganz unverbindlich anzuschauen und sich an allumfassende Nacktheit zu gewöhnen.

 

Insomnia Berlin

Das Insomnia ist ein Club der so vielfältig ist wie die Stadt selbst. Ich selbst mag das Insomnia, wenn auch nicht im BDSM Kontext. Der Eintritt ist günstig, man kann sich vor Ort umziehen und auch seine Klamotten lagern. Die Musik ist elektronisch, aber tanzbar. Es gibt eine 2. Ebene, die nur Paare betreten dürfen (man darf aber durchaus noch einen Mann/Frau mitnehmen). Hier gibt es Liegeflächen wo meist auch eine Menge los ist. Besonders hervorzuheben ist hier der Balkon zur Tanzfläche. Im Stehen von hinten genommen zu werden, während man über die Brüstung gelehnt aufs Partyvolk schaut, ist wirklich ein Erlebnis.

Auf eines muss man allerdings auch vorbereitet sein-das Insomnia hat eine nicht sehr strenge Tür. In dunklen Ecken finden sich ewig masturbierende Gestalten und leider auch immer wieder recht aufdringliche Soloherren. Wenn man über diese Hinwegschauen kann, ist es eine schöne Location, wenn man an einem Abend nichts vor hat und einfach mal raus will.

 

Avarus Swingerclub Berlin

In meiner Singlezeit hatte ich eine recht intensive Swingerphase. Ich wollte nicht auf Sex verzichten, hatte aber keinen Herren. Also ganz normalen Sex, gerne orgienhaft.

Das Avarus ist teuer, die Eintrittspreise sind hoch. Das Servicepersonal ist selbst für Berliner Verhältnisse eher unfreundlich.

Dafür ist der ganze Club sehr hochwertig, alles ist sauber. Man hat keinerlei Bedenken sich irgendwo hinzulegen. Die Atmosphäre ist entspannt, die Musik nicht zu laut. Die Gesamtkomposition unterscheidet sich von den meisten normalen Swingerclubs. Das Personal achtet sehr genau auf das Benehmen der Besucher und setzt notfalls auch Leute vor die Tür. Selten ist das Avarus zu voll, man hat immer genug Platz. Es fühlt sich fast ein bisschen römisch an. Besonders hervorzuheben ist die Schokosauna. Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach. Man packe 15-20 gut aussehen Leute in eine Sauna und gebe ihnen flüssige Schokolade. Alles riecht gut und schmeckt gut, fast ekstatisch verschmilzen die Teilnehmer miteinander. Danach duscht man sich und behält das wohlige Gefühl auf der Haut. Man sollte vorab schauen wer im Avarus angemeldet ist (z.B. über den Joyclub). Wenn die Leute passen, steht einem guten Abend nichts im Wege. Es schaut euch dort auch niemand komisch an, wenn ihr mit Halsband und Leine erscheint.

 

Tempeloase Berlin

In der Tempeloase war ich bisher fast immer mit Partner. Von außen eher abgewohnt, ist die Tempeloase drinnen ein wirklich liebevoll gestalteter Club. Mit BDSM hat das Ganze nichts zu tun, aber auch hier wird Halsband und Leine akzeptiert. Das Publikum ist relativ jung. Die Musik ist Mainstream/Poplastig. Das Essen ist gutbürgerlich. Man kann sich massieren lassen, es gibt eine Sauna in der Aufgüsse stattfinden und einen Pool. In der Tempeloase kann man auch Zimmer mieten, diese sind einfach aber zweckdienlich. Parken kann man dort auch.  Die Tempeloase befindet sich in Randberlin, nachts nach hause zu fahren empfiehlt sich eher nicht. Auf dem Gelände sind viele Monteure/Fernfahrer untergebracht, auch das ist gewöhnungsbedürftig. Trotzdem mag ich die Tempeloase, das Personal ist sehr herzlich. Die Gäste sind entspannt, es gibt wenig masturbierende-in der Ecke-Steher. Ein nein wird akzeptiert. Ich hatte an den Abenden selten Sex, es war einfach schön leicht bekleidet zu tanzen, sich zu unterhalten, Menschen kennen zu lernen. Die Eintrittspreise liegen im moderaten Bereich.

Es ist ein schöner Club für Einsteiger, weil hier niemand Interaktion erwartet, ihr könnt auch einfach erstmal da sein und auf euch wirken lassen, wie es sich anfühlt Menschen live beim Sex zu beobachten. Für mich wirklich eine Empfehlung und eine unterschätzte Location.

 

Schloss Milkersdorf

Die Bezeichnung Schloss ist hier durchaus irreführend. Es ist eher eine Villa. Ich habe diese Location bisher fast ausschließlich für BDSM-Veranstaltungen besucht, z.B. der „Nacht der O“. Milkersdorf ist leider so ziemlich im Nichts, sodass es sich empfiehlt ein Hotel oder eine Pension anzumieten. Aber die Events sind es absolut wert. Schloss Milkersdorf sichert einen Rahmen für Subs. Es gibt klare Regeln und Abläufe für einen Abend-so werden beider Nacht der O, die Damen gleich von ihren Herren getrennt. Um sich dann reihum den im Kreis sitzenden Herren zu präsentieren. Insbesondere diese Veranstaltung ist darauf ausgelegt mit anderen Paaren zu interagieren, macht euch das Bitte vorab bewusst. Es gibt die Nacht der O auch für Novizinnen, dann muss kein Tausch erfolgen, hierfür wird eine Sub aber auch nur einmal zugelassen. Wenn euch das zu viel ist, gibt es z.B. auch den Gentlemans-Abend. Hier kann man erstmal die ganze Location auf sich wirken lassen und dann am darauf folgenden Abend vielleicht doch mal in die Nacht der O reinschauen. Ich liebe diese Location und ihre Veranstalter. Ich kann hier in meiner Rolle aufgehen, es gibt zig Spielmöglichkeiten und der Veranstalter gibt einen Rahmenplan vor, sodass keine Langeweile aufkommt. Einziges Manko hier, aber das wird euch überall begegnen. Es gibt leider immer wieder Dom-Sub Konstellationen die eigentlich keine sind, oder wo sie dann mal für einen Abend Sub spielt. Dann sitzen Subs plötzlich auf Sitzmöbeln oder quatschen lustig vor sich hin-schade für die anderen Anwesenden (Oder sagen ihren „Herren“ mit wem getauscht werden darf). Ich kann das mittlerweile ausblenden, empfinde es aber trotzdem als störend.

Ich mag Schloss Milkersdorf wirklich und empfehle es Einsteigern mit ersten Erfahrungen.

 

Villa Barococo 

Hier war ich zwei Mal, beides sehr positive Erinnerungen. Insbesondere die „Dungeon of Berserker“ Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen. BDSM wird hier sehr ernst genommen, Gequatsche anderer Subs habe ich hier nicht vernommen. Es gibt viele Spielmöglichkeiten, Käfige usw. Hier steht aber primär das Spiel miteinander im Vordergrund. Alles wirkt stilvoll, durchdacht und hochwertig. Besonders zu erwähnen ist auch das Kaminzimmer, in dem sich zwei an der Decke hängende Käfig befinden.

Die o.g. Nacht der O findet als gesonderte Veranstaltung auch hier statt. Der Ablauf ist dank gleichem Veranstalter der selbe.  Wenn er gleichzeitig an beiden Location stattfinden würd, wüsste ich nicht wie ich mich entscheiden sollte. Ich mag beide Locations sehr gerne.

Empfehlenswert hier, insbesondere für Einsteiger ist die Venezianische Nacht.

 

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